Bohren, Feilschen, Politisieren

16, Berner Forschungen zur Neuesten Allgemeinen und Schweizer Geschichte
Der Salzhandel im Kanton Bern im 19. Jahrhundert
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InhaltsangabeEINLEITUNG 9 1.1 Fragestellung 1.2 Aufbau der Arbeit 1.3 Forschungsüberblick 1.4. Quellenlage und Methodik 2. ALLGEMEINE CHARAKTERISTIKA VON SALZ 2.1. Unentbehrlicher Mineralstoff 2.2. Produktion und Qualitäten 2.2.1. Französisches Meersalz 2.2.2. Salzgewinnung im Landesinnern 2.3. Besteuerung 2.4. Aspekte des Transports 2.5. Salz in der Landwirtschaft 2.6. Aspekte des Holzbedarfs in der Salzgewinnung 2.6.1. Holz als Brennstoff 2.6.2. Holz als Baumaterial 2.6.2. Bedeutung des Holzverbrauchs im Staat Bern 3. DAS BERNER SALZWESEN BIS ZUM UNTERGANG DES ANCIEN RÉGIME 3.1. Nach den Burgunderkriegen 3.2. Salzbrunnen von St. Hyppolite 3.3. Salzfunde im Waadtland 3.4 Salzmonopol von 1623 3.5. Berns Stellenwert im europäischen Kontext 3.6 Beziehung zu Frankreich 4. ORGANISATION DES BERNER SALZWESENS NACH 1798 4.1. Aufbau einer zentralen Salzverwaltung 4.2. Vertrag mit Frankreich 4.3 Wieder in bernischer Hand 4.4. Abspaltung des Aargaus 5. SALZHANDEL MIT FRANKREICH 5.1 SalinslesBains 5.2 Gouhenans 5.3 Sonderfall Porrentruy 6. SALZ AUS SÜDDEUTSCHLAND 6.1 Kampf um den Schweizer Markt 6.2 Grossherzogtum Baden 6.2.1. Geschäftsbeziehungen mit Bern 6.2.2. Strukturelle Probleme 6.3. Königreich Bayern 6.3.1. Geschäftsbeziehungen mit Bern 6.3.2. Ende der Verträge 6.4. Königreich Württemberg 6.4.1. Geschäftsbeziehungen mit Bern 6.4.2. Herausragende Salzqualität 6.4.3. Johann Herzog von Effingen 6.4.4. Ende der Handelsbeziehung 7. SCHWEIZER SALZ VOM RHEIN 7.1. Saline Schweizerhalle in Baselland 7.1.1. Symbiotische Geschäftsbeziehungen 7.1.2. Erster Salzvertrag 7.1.3. Gewährung des Darlehens und Diskussion um Übernahme der Saline 7.1.4. Furcht vor der Übermacht 7.1.5. Konkurrenz aus dem Aargau 7.2. Salzproduktion im Kanton Aargau 7.2.1. Salzagent Franz Waller 7.2.2. Saline Kaiseraugst 7.2.3. Saline Rheinfelden 7.2.4. Saline Riburg 96 7.3. Aus Konkurrenten werden Partner 8. VERTRAGSVERHANDLUNGEN AB DEN 1850ER-JAHREN 8.1. Verhandlungsrunde von 1852 8.1.1. Verhandlungen Buris 8.1.2. Debatten im Berner Rat 8.1.3. Vertragsmengen stehen fest 8.2. Verhandlungsrunde von 1857 8.3. Geschäftspartner auf Augenhöhe 8.3.1. Anfängliches Misstrauen 8.3.2. Allmählich wachsendes Vertrauen 8.3.2. Zwischenfazit zum angeblich drohenden Monopol 9. SALZSUCHE AUF KANTONSGEBIET 9.1. Wissenschaftliche Diskussion 9.2. Salzbrunnen von Riggisberg 9.3. Konzessionsgesuche von 1820 9.3.1. Anfrage von Glenck 9.3.2. Anfrage von Hofrat Noetinger 9.3.3. Glenck erhält den Zuschlag 9.3.4. Vorteilhafte Situation für die Berner Behörden 9.4. Salzbohrversuche in Rumisberg 9.4.1. Hinweis einer Einzelperson 9.4.2. Antrag auf Kreditgewährung 9.4.3. Erste Resultate und Nachkredit 9.4.4. Liquidation des Unternehmens 9.4.5. Kostspieliges Lehrstück für die Regierung 9.5. Diverse Salzsuchaktionen 9.6. Wirtschaftliche Interessen gegenüber politischen Abwägungen 10. SUCHE NACH DEM RICHTIGEN SALZPREIS 10.1.Preisreduktionen bis 1838 10.2. Diskussionen um einen nationalen Salzpreis 10.3. Einführung des Schweizer Frankens 10.4. Vorerst letzte Salzpreisdebatte 10.5. Salzpreissenkung nach vierzig Jahren 10.6.Bilanz der Salzpreisdebatten 11. FAZIT 12. ABKÜRZUNGE 13. QUELLEN 13.1.Ungedruckte Quellen 13.2.Gedruckte Quellen 14. BIBLIOGRAPHIE 14.1.Fachliteratur 14.2.Onlineressourcen
EINLEITUNG 9
1.1 Fragestellung
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Forschungsüberblick
1.4. Quellenlage und Methodik
2. ALLGEMEINE CHARAKTERISTIKA VON SALZ
2.1. Unentbehrlicher Mineralstoff
2.2. Produktion und Qualitäten
2.2.1. Französisches Meersalz
2.2.2. Salzgewinnung im Landesinnern
2.3. Besteuerung
2.4. Aspekte des Transports
2.5. Salz in der Landwirtschaft
2.6. Aspekte des Holzbedarfs in der Salzgewinnung
2.6.1. Holz als Brennstoff
2.6.2. Holz als Baumaterial
2.6.2. Bedeutung des Holzverbrauchs im Staat Bern
3. DAS BERNER SALZWESEN BIS ZUM UNTERGANG DES ANCIEN RÉGIME
3.1. Nach den Burgunderkriegen
3.2. Salzbrunnen von St. Hyppolite
3.3. Salzfunde im Waadtland
3.4 Salzmonopol von 1623
3.5. Berns Stellenwert im europäischen Kontext
3.6 Beziehung zu Frankreich
4. ORGANISATION DES BERNER SALZWESENS NACH 1798
4.1. Aufbau einer zentralen Salzverwaltung
4.2. Vertrag mit Frankreich
4.3 Wieder in bernischer Hand
4.4. Abspaltung des Aargaus
5. SALZHANDEL MIT FRANKREICH
5.1 Salins-les-Bains
5.2 Gouhenans
5.3 Sonderfall Porrentruy
6. SALZ AUS SÜDDEUTSCHLAND
6.1 Kampf um den Schweizer Markt
6.2 Grossherzogtum Baden
6.2.1. Geschäftsbeziehungen mit Bern
6.2.2. Strukturelle Probleme
6.3. Königreich Bayern
6.3.1. Geschäftsbeziehungen mit Bern
6.3.2. Ende der Verträge
6.4. Königreich Württemberg
6.4.1. Geschäftsbeziehungen mit Bern
6.4.2. Herausragende Salzqualität
6.4.3. Johann Herzog von Effingen
6.4.4. Ende der Handelsbeziehung
7. SCHWEIZER SALZ VOM RHEIN
7.1. Saline Schweizerhalle in Baselland
7.1.1. Symbiotische Geschäftsbeziehungen
7.1.2. Erster Salzvertrag
7.1.3. Gewährung des Darlehens und Diskussion um Übernahme der Saline
7.1.4. Furcht vor der Übermacht
7.1.5. Konkurrenz aus dem Aargau
7.2. Salzproduktion im Kanton Aargau
7.2.1. Salzagent Franz Waller
7.2.2. Saline Kaiseraugst
7.2.3. Saline Rheinfelden
7.2.4. Saline Riburg 96
7.3. Aus Konkurrenten werden Partner
8. VERTRAGSVERHANDLUNGEN AB DEN 1850ER-JAHREN
8.1. Verhandlungsrunde von 1852
8.1.1. Verhandlungen Buris
8.1.2. Debatten im Berner Rat
8.1.3. Vertragsmengen stehen fest
8.2. Verhandlungsrunde von 1857
8.3. Geschäftspartner auf Augenhöhe
8.3.1. Anfängliches Misstrauen
8.3.2. Allmählich wachsendes Vertrauen
8.3.2. Zwischenfazit zum angeblich drohenden Monopol
9. SALZSUCHE AUF KANTONSGEBIET
9.1. Wissenschaftliche Diskussion
9.2. Salzbrunnen von Riggisberg
9.3. Konzessionsgesuche von 1820
9.3.1. Anfrage von Glenck
9.3.2. Anfrage von Hofrat Noetinger
9.3.3. Glenck erhält den Zuschlag
9.3.4. Vorteilhafte Situation für die Berner Behörden
9.4. Salzbohrversuche in Rumisberg
9.4.1. Hinweis einer Einzelperson
9.4.2. Antrag auf Kreditgewährung
9.4.3. Erste Resultate und Nachkredit
9.4.4. Liquidation des Unternehmens
9.4.5. Kostspieliges Lehrstück für die Regierung
9.5. Diverse Salzsuchaktionen
9.6. Wirtschaftliche Interessen gegenüber politischen Abwägungen
10. SUCHE NACH DEM RICHTIGEN SALZPREIS
10.1.Preisreduktionen bis 1838
10.2. Diskussionen um einen nationalen Salzpreis
10.3. Einführung des Schweizer Frankens
10.4. Vorerst letzte Salzpreisdebatte
10.5. Salzpreissenkung nach vierzig Jahren
10.6.Bilanz der Salzpreisdebatten
11. FAZIT
12. ABKÜRZUNGE
13. QUELLEN
13.1.Ungedruckte Quellen
13.2.Gedruckte Quellen
14. BIBLIOGRAPHIE
14.1.Fachliteratur
14.2.Onlineressourcen
Diese Arbeit untersucht Salzhandel und -politik im Kanton Bern im 19. Jahrhundert, einer Zeit des Umbruchs im schweizerischen Salzwesen. Es werden wichtige Akteure vorgestellt, das Zusammenspiel der verschiedenen Salinen und deren Beziehungen mit Bern analysiert und Maßnahmen aufgezeigt, wie die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit diesem lebensnotwendigen Gut gewährleistet werden sollte.
Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Süddeutschland und in der Schweiz auf bis dahin unbekannte Salzquellen gestossen wurde, erwuchs daraus eine Vielzahl von sich konkurrierenden Salzlieferstätten und damit ein Überangebot an Salz. Dadurch konnte sich Bern in einem jahrzehntedauernden Prozess aus der Vormachtstellung der französischen Salinen lösen, welche den Berner Salzmarkt bis dahin praktisch uneingeschränkt dominiert hatten. Die Berner Behörden wussten den neu gewonnen Handlungsspielraum geschickt auszunützen und handelten immer attraktivere Vertragskonditionen aus. Die sinkenden Salzpreise wurden auch an die Berner Bevölkerung weitergegeben, jedoch erst unter grossem politischem Druck, da der staatliche kontrollierte Salzhandel für die Kantonskasse hohe Gewinne abwarf. Der Kanton unternahm auch selber Salzbohrversuche, die aber aufgrund immenser Kosten und bescheidener Fördermengen keine nennenswerten Resultate hervorbrachten. Obwohl genügend Salz auf dem Markt zur Verfügung stand, hielt sich der Traum vom eigenen Salz in einigen Köpfen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.
Autor: Benjamin Spielmann
ISBN-13:: 9783883098029
ISBN: 3883098027
Verlag: Bautz, Traugott
Gewicht: 269g
Seiten: 170
Sprache: Deutsch
Sonstiges: Taschenbuch, 223x154x12 mm