Sehen und Staunen

Die Dresdner Kunstkammer von 1640
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In der Dresdner Kunstkammer verbinden sich Kunstanspruch und technisches Wissen zum Ausweis universeller Naturbeherrschung. Die Vielfalt und Fülle der kostbaren Objekte sind Auslöser für imaginäre Verknüpfungen, optische Täuschungen und mechanische Experimente in einem einzigartigen Labor der Sinne, das mit der kommentierten Edition des Inventars von 1640 erstmals erschlossen wird
In der Dresdner Kunstkammer verbinden sich Kunstanspruch und technisches Wissen zum Ausweis universeller Naturbeherrschung. Die Vielfalt und Fülle der kostbaren Objekte sind Auslöser für imaginäre Verknüpfungen, optische Täuschungen und mechanische Experimente in einem einzigartigen Labor der Sinne, das mit der kommentierten Edition des Inventars von 1640 erstmals erschlossen wird
Mit ihrer Kunstkammer im Dresdner Residenzschloss schufen die sächsischen Kurfürsten eine eindrucksvolle sichtbare 'Objektivierung' der Bedeutung Dresdens als kulturelle Metropole in Renaissance und Frühbarock. Ab 1560 konzentrierten sich alle kursächsischen Investitionen in Kunst, Wissenschaft und Technik auf den anwachsenden Objektbestand der Kunstkammer, die auf dem Höhepunkt ihrer enzyklopädischen Entwicklung 1640 über 3000 Inventareinträge zählte. Die Kostbarkeit und Rarität der zahlreichen in den Dresdner Sammlungen noch heute erhaltenen Sammlungsobjekte unterstreicht die kreative Allianz von Naturschöpfung und Kunsthandwerk im Verbund mit mathematischem Wissen und mechanischem Erfindungsgeist. In der Dresdner Kunstkammer von 1640 bündeln sich so ästhetische Wahrnehmung, technische Versuchsanordnung und optische Täuschung zur Herausforderung der Sinne: Die sinnliche Provokation der kurfürstlichen Wunderkammer erregt Neugier, Staunen und Kunstgenuss als Vorstufen der rationalen Einsicht in den verborgenen Bau der Welt.
Editiert von: Barbara Marx, Peter Plassmeyer
Prof. Dr. Barbara Marx ist Professorin für Italienische Kulturgeschichte an der Technischen Universität Dresden. Dr. Peter Plaßmeyer ist Direktor des Mathematisch-Physikalischen Salons der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
Autor: Barbara Marx
ISBN-13:: 9783422070127
ISBN: 3422070125
Erscheinungsjahr: 01.06.2013
Verlag: Deutscher Kunstverlag
Gewicht: 3671g
Seiten: 848
Sprache: Deutsch
Sonstiges: Buch, 284x220x56 mm, 120 farbige und 60 s/w Abbildungen

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